Der Bodensee

Radurlaub am Bodensee - Surfen auf dem Bodensee

Der Bodensee ist ein großes Binnengewässer im Dreiländereck von Deutschland, Österreich und der Schweiz, flächenmäßig der drittgrößte und von der Wassermenge her nach dem Genfersee der zweitgrößte See Mitteleuropas. Entstanden ist er durch den Rheingletscher der letzten Eiszeit, seinen Namen „Bodensee“ erhielt er von der Gemeinde Bodman, wo sich im Mittelalter eine bedeutende Königspfalz befand. Wichtigster Zufluss ist der Alpenrhein, der 2/3 des Wassers beisteuert, einziger Abfluss der Hochrhein, der bei Schaffhausen den Rheinfall bildet.

Geografisch werden die Bereiche Obersee (der Hauptteil zwischen Konstanz und Bregenz), Überlinger See und der durch den Seerhein abgetrennte Untersee unterschieden. Während der Untersee ein typisches Flachgewässer ist, erreicht der Obersee eine Tiefe von 253 m und auch die größte Breite von 14 km. Der Überlinger See ist mit 147 m ebenfalls recht tief und bietet interessante, aber nicht ungefährliche Tauchreviere.

Vergnügen auf dem Bodensee

Bedingt durch die große Wasserfläche weist die Bodensee-Region ein eigenes Mikroklima auf. Die Winter sind milder, die Sommer kühler als in der Umgebung. Bei heißem Wetter gibt es häufig eine kühlende Brise, durch die hohe Luftfeuchtigkeit kann es aber auch schwül werden. Bei Föhn, einem heißen Fallwind aus den Alpen, bietet sich eine grandiose Fernsicht, manche Menschen bekommen dann aber Kopfschmerzen. Da die Berge bei Bregenz bis an den See reichen, regnet es hier doppelt so viel wie in Konstanz. Der Westteil des Bodensee ist tatsächlich recht trocken. Die Wassertemperaturen sind recht angenehm und reichen von 16 bis 23 Grad zwischen Mai und Oktober.

Obwohl es durchaus im April mal schneien kann, ist eher ein früher Frühling, ab Anfang März, typisch für die Bodenseeregion. Sehr häufig ist ein schöner stabiler Herbst, oft bis weit in den November hinein. Daher ist die Reisezeit für Radler am Bodensee ungewöhnlich lang, sie reicht von März bis Oktober.

Bootfahren auf dem Bodensee

Rund 45 Fischarten leben im Bodensee, bekannte und beliebte Speisefische sind vor Allem die Blau- oder Bodenseefelchen und der Flussbarsch, in Deutschland Kretzer und in der Schweiz Egli genannt. Viele Wasservögel finden sich ganzjährig am See, wobei die große Zahl von Entenarten auffällt.

Größere Waldgebiete gibt es nur auf dem Bodanrück zwischen Untersee und Überlinger See, ansonsten wird die Region landwirtschaftlich genutzt. In allen drei Ländern wird Wein angebaut (siehe dort), die Insel Reichenau und das Schweizer Tägermoos sind bekannt für die Gemüsekulturen, rund um Tettnang wird Hopfen gepflegt, und die ganze Bodenseeregion liefert beste Äpfel. Wunderschön präsentiert sich der Bodensee zur Zeit der Apfelblüte.

Blaufelchen im Bodensee
 
Feuerwehrübung auf dem Bodensee